Der erste Monat im neuen Jahr ist schon wieder vorüber und deswegen möchte ich heute auf die ersten vier Lese-Wochen zurückblicken und Resümee ziehen. Ich kann schon an dieser Stelle sagen, dass mein Januar sehr lesereich war. Ich habe für meine Verhältnisse unfassbar viel gelesen. Sage und schreibe 1968 Seiten, verteilt auf sechs Bücher.  Das sind durchschnittlich ungefähr 63 Seiten am Tag. Normalerweise schaffe ich in einem Monat vielleicht gerade einmal die Hälfte. Aber auch die Buchauswahl im Januar war richtig, richtig gut. Ich freue mich über einen derart gelungenen Lesemonat und damit Start in das Lesejahr.

Begonnen habe ich mein Lesejahr buchstäblich mit kleinen großen Schritten von Jodi Picoult. Dieses Buch habe ich aus dem Dezember mitgenommen und in den ersten Tagen des neuen Jahres beendet. Es behandelt ein brisantes und leider immer noch aktuelles Thema, nämlich Alltagsrassismus gegenüber Afroamerikanern. Es machte mich neugierig, dass Picoult als weiße Frau über den alltäglichen Rassismus schreibt, den Afroamerikaner ausgesetzt sind – einer Problematik, die sie aus ihrem Alltag gar nicht kennen kann. Und der Roman wirkt authentisch, auf jeder Seite. Wirklich großartig! Klare Leseempfehlung meinerseits! Für all diejenigen, die meine ausführliche Rezension dazu lesen möchten: hier entlang!

Im Anschluss daran entführte mich Paolo Cognetti mit Acht Berge an den Fuße des Monte-Rosa-Massivs. An der Seite von Pietro habe ich die TristesseEinsamkeit, das bedingungsloses Ausgeliefertsein gegenüber der Natur hautnah miterlebt. Als Leser spürt man auf jeder Seite, dass Cognetti mit diesem Roman genau eines zum Ausdruck bringen möchte – Seine bedingungslose Liebe zur Natur und den Bergen. Denn genau das ist dieser Roman: Eine Liebeserklärung an die Berge, an die Natur, an das einfache Leben. Hier geht es zur Rezension!

Angeknüpft an diese beiden Lektüren habe ich mit einem Besuch in Hogwarts, nämlich in dem ich im sechsten Band von Harry Potter weitergelesen und schließlich den Band beendet habe. Ein Meilenstein! Denn mein großes Projekt schon seit vergangenem Winter ist es, die Harry Potter Reihe endlich komplett zu lesen. Jetzt fehlt nur noch der letzte Band, Harry Potter und die Heiligtümer des Todes, in welchen ich bereits ein wenig reingelesen habe. Ich nehme mir fest vor, diesen Band im Februar zu lesen und damit die komplette Reihe zu beenden!

In der zweiten Hälfte des Januars habe ich endlich Zeit für ein Buch gefunden, was schon viel zu lange auf meinem SuB verweilte. Bis zum nächsten Sommer von Katharina Brinckmann. Es ist mein erstes Buch einer Self-Publisherin, das ich bereits im November zugesandt bekommen habe. Als ich das Paket öffnete, war ich überwältigt. Ich rechnete mit einem Buch von schätzungsweise 300 – 350 Seiten, denn bei diesem Roman handelt es sich um die Liebesgeschichte zwischen Melanie und George. Und bisher hatten Liebesromane für mich immer eine gesunde Länge von maximal 400 Seiten. Vielleicht bin ich da auch ein wenig zu engstirnig, aber der Roman überraschte mich mit knapp 700 Seiten. Ob meiner Meinung nach die Qualität unter der Länge des Romans gelitten hat sowie meine weiteren Leseeindrücke zu diesem Roman, werde ich schon bald in einer Rezension auf meinem Blog veröffentlichen. Seid gespannt!

In den letzten Tagen des Januars habe ich der Valerie Lane noch geschwind einen Besuch abgestattet. Im November war ich bereits bei Laurie und ihrem Tea Corner zu Besuch (Rezension hier), diesmal war ich bei Keira und ihrer Chocolaterie der Träume. Ich habe mich gefreut, dass das lange Warten endlich ein Ende hatte, denn die Atmosphäre in der Valerie Lane ist einzigartig. Man fühlt sich direkt wohl und geborgen. Auch, wenn die Liebesgeschichte in diesem Band für mich ein wenig schwächer war als im Debutroman, war die Geschichte an sich rund und hat mir sehr gut gefallen. Ich freue mich auf den nächsten Abstecher im Juni in die Valerie Lane. Bis dahin könnt ihr hier meine Leseeindrücke zum zweiten Band nachlesen.

Nanu – Waren das nicht nur fünf Bücher?

Ganz richtig ihr schlauen Füchse! Auch, wenn ich das nachfolgende Buch nicht am Ende des Lesemonats gelesen habe, möchte ich es euch am Ende vorstellen, denn Women in Science von Rachel Ignotofsky war mein absolutes Monats-Highlight – und hat gute Chancen, ein Jahres-Highlight zu werden. Auf jeweils einer Doppelseite präsentiert Ignotofsky die Persönlichkeiten. Links befindet sich ein Abbild der vorgestellten Frau, umhüllt von liebevollen Details, die ihre Persönlichkeit und ihre Forschung wiedergeben. Auf der rechten Seite befindet sich das eigentliche Porträt. Diese im Fließtext gehaltene Kurzpräsentation wird umrahmt von weiteren Text-Snippets, die weitere facts über die Person zum Ausdruck bringen. Diese werden auch wieder von großartigen Illustrationen begleitet.

Dieses Buch erhält von mir eine klare Lese-Empfehlung, vielleicht sogar ein wenig mehr als das. Denn es wirkt dem Vergessen entgegen und gibt Wissenschaftlerinnen, die Großes vollbracht haben, den Raum, den sie verdient haben. In unseren Köpfen, in unserem Bewusstsein. Mir hat Ignotofskys Buch unglaublich Mut gemacht, an mich und meine Träume zu glauben.

Die vollständige Rezension zu diesem grandiosen Buch findet ihr hier.

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Insgesamt war mein Januar sehr lesereich und vor allem – und das freut mich immer ganz besonders – vielfältig. Viele unterschiedliche Geschichten, verschiedene Handlungsorte, differierende Schicksale. Auch hinsichtlich meines literarischen Reisepasses, den ich mir ebenfalls in diesem Monat zugelegt habe, habe ich bereits im Januar ganz schön viele Orte besucht, die ich in den Reisepass (und in die Weltkarte) eintragen kann. Ausführliche Details zu meinen Vorhaben, meine Leseziele in einem literarischen Reisepass festzuhalten, könnt ihr hier nachlesen.

Und jetzt bin ich natürlich wieder neugierig: Wie war euer erster Lesemonat in diesem Jahr?