Ich hatte einen wirklich ausgesprochen schönen Lesemonat April. Auch, wenn ich mit vier gelesenen Büchern nicht an die Vormonate anknüpfen kann und eher wieder in mein altes, vertrautes Lesemuster falle – irgendwie ist das beruhigend -, so kann ich jedoch sagen, dass mir jedes dieser Bücher unglaublich gefallen hat. 

Mit 1775 gelesenen Seiten im April und damit knapp 60 Seiten pro Tag liege ich weit über meinem persönlichen Ziel, das ich mir mehr oder weniger gesteckt habe. Ich möchte versuchen, in einem Monat mindestens 1000 Seiten zu lesen und dieses Ziel habe ich im April weit überschritten, es sind sogar fast doppelt so viele Seiten. Dabei war mir bis eben gar nicht bewusst, dass es so viele Seiten waren. Zugegeben, das Beenden des 7. Bandes von Harry Potter hat mit 525 Seiten enorm dazu beigetragen, aber auch sonst hätte ich mein persönliches Ziel erreicht. Das freut mich natürlich sehr.

Guillaume Musso – Das Papiermädchen

Begonnen habe ich den April mit einem Buch meines Lieblingsautoren. Das Papiermädchen von Guillaume Musso habe ich zu Weihnachten geschenkt bekommen und ich kann gar nicht wirklich sagen, wieso es so lange gedauert hat, bis ich es gelesen habe. Das Buch ist einfach großartig! Endlich wieder ein Werk Mussos, das sein Können und sein Talent wiederspiegelt. Seine beiden letztveröffentlichten Bücher – „Vierundzwanzig Stunden“ und „Das Mädchen aus Brooklyn“ – zählen meiner Meinung nach zu seinen schwächeren Werke, aber Das Papiermädchen ist wirklich lesenswert.

Für all diejenigen, die nicht wissen ob das Buch nach ihrem Geschmack sein wird, habe ich 5 Gründe zusammengetragen, wieso ihr Das Papiermädchen lesen müsst. Mir zaubert es ein Honigkuchenpferd-Grinsen ins Gesicht und ich wünsche mir sehr, dass es anderen ebenfalls so gehen wird.

J. K. Rowling – Harry Potter und die Heiligtümer des Todes

Harry Potter. Was sol ich sagen? Ich glaube mit der Beendigung des finalen Bandes von Harry Potter geht mein größtes Buchprojekt zu Ende. Ich hatte mir vorletzten Herbst (unfassbar, wie lange das schon wieder her ist) vorgenommen, die komplette Reihe um Harry Potter zu lesen, denn dies ist beispielsweise eine Sache, die ich in meiner Jugend – falls man das so nennen kann – verpasst habe.

Da ich ein absoluter Jahreszeiten-Leser bin, habe ich bewusst im September – eben auch genau dann, wenn das neue Schuljahr in Hogwarts startet – mit der Lektüre des ersten Bandes begonnen. Ich bin gemeinsam mit Harry Potter in die magische Welt eingetaucht und habe alles Neue entdeckt. Dies war wirklich unglaublich aufregend für mich. Im ersten Herbst und Winter habe ich die ersten vier Bände gelesen und habe dann tatsächlich – bitte fragt mich nicht, wie ich das geschafft habe – bis zum vergangenen Herbst gewartet, bevor ich die Reihe weitergelesen habe.

Im Herbsturlaub im letzten September habe ich den fünften Band gelesen, im Dezember habe ich den sechsten und dicksten Band beendet und die ersten vier Monate diesen Jahres hat mich nun der finale Band begleitet. Dass es so lange gedauert hat, hat nichts damit zu tun, dass mir die Geschichte nicht gefallen hätte, ganz im Gegenteil. Harry Potter ist großartig! Und ich hätte am Liebsten am Ende des siebten Bandes direkt wieder mit dem ersten begonnen, einfach, um noch nicht aus dem Potter-Universum zurückreisen zu müssen.
Es hing lediglich damit zusammen, dass Harry Potter nie meine Hauptlektüre war, sondern ich währenddessen immer andere Bücher parallel gelesen habe und es bei der Länge der Potter-Reihe eben seine Zeit dauert. Aber es hat sich gelohnt, ich wurde mit einer wunderschönen Geschichte, mit einer zauberhaften Welt belohnt. Mehr geht nicht!

Jennifer C. Bertman – Mr. Griswolds Bücherjagd

Dieses Buch ist wirklich etwas ganz Besonderes. Es ist eine Mischung aus Jugendroman und einer Schnitzeljagd, in der es um Bücher geht, einer Bücherjagd also. Die Protagonistin Emily löst im Verlauf des Romans verschiedene Rätsel und erhält dadurch Hinweise auf den Verbleib bzw. das Versteck verschiedener Bücher. Diese Rätsel sind also der Hauptbestandteil dieser Bücherjagd. Das Besondere an diesem Buch – Der Leser kann gemeinsam mit Emily rätseln, denn es sind verschiedene Chiffren und andere Codes abgedruckt, die dann im Laufe der Geschichte auch aufgelöst werden.

Ich habe so eine Art von Roman bisher noch nicht gelesen, aber ich bin wirklich froh, ihn gelesen zu haben. Denn er ist wirklich wunderschön. Neben all den Rätseln gibt es natürlich noch eine weitere Story, die sich wie ein roter Faden durch das Buch zieht, wodurch der Roman mehrdimensional wird. Gerade dies konnte bei mir punkten!
Auch, wenn es ein Jugendbuch ist, empfehle ich das Buch auch explizit Erwachsenen, denn auch ich bin weit über das Jugendalter hinaus und hatte dennoch außerordentlich Spaß mit diesem Buch. Meine Rezension mitsamt einem visuellen Eindruck bezüglich der eingeflochtenen Codes könnt ihr hier finden.

Adriana Popescu – Mein Sommer auf dem Mond

Ich bin schon lange ein Fan von Popescus Büchern. Begonnen hat alles mit den Büchern Lieblingsmomente und Lieblingsgefühle. Spätestens nach Versehentlich verliebt und Ewig und eins war ich verliebt in ihre Bücher und vor allem ihren Schreibstil. Denn dieser ist wirklich erstklassig. Da ich aber nach diesen vier genanneten Romanen lange kein Buch mehr von ihr gelesen habe, wollte ich mal wieder hineinschnuppern und habe zu ihrem aktuellen Buch gegriffen – Mein Sommer auf dem Mond.

Nun – was soll ich sagen? Insgesamt betrachtet ist Mein Sommer auf dem Mond ein Roman mit unglaublich viel PotentialPopescus grandioser Schreibstil, den ich schon aus vier ihrer Romane kenne, habe ich auch hier wiedergefunden. Das freute mich ganz besonders! Einzig die unterschiedlichen psychischen Krankheitsbilder hätten meiner Meinung nach ein wenig mehr herausgearbeitet und in die Romanhandlung eingeflochten werden können. Auch die Therapie an sich hätte ein wenig mehr Raum in diesem Roman einnehmen können.

Wie ihr merkt, ich bin ein wenig zwiegespalten, was Mein Sommer auf dem Mond betrifft. Meine wirklich ausführlichen Leseeindrücke könnt ihr hier nachlesen. Dort erkläre ich auch, wieso dieser Roman trotz seiner „Schwächen“ ein wirklich wichtiger Roman ist und wir unbedingt mehr Bücher wie diese benötigen. Gerade im Bereich Jugendbücher. Falls ihr den Roman ebenfalls gelesen habt, freue ich mich, wenn ihr mir schreibt, wie euch der Roman gefallen hat.