Habt ihr auch das Gefühl, dass der März wie im Fluge vergangen ist? Umso erstaunlicher finde ich es, dass ich im März sage und schreibe neun(!) Bücher gelesen habe. Zugegeben, es waren auch diesmal wieder einige Kinderbücher dabei, die die Statistik selbstverständlich auf einfache Weise nach oben katapultiert, aber Buch ist Buch, oder nicht?

Wie handhabt ihr das? Zählt ihr gnadenlos jedes von euch gelesene Buch als gelesenes Buch in euren Statistiken, unabhängig von der Seitenzahl? Oder habt ihr eine persönliche „magische Grenze“ ab wann ihr es in eure Statistiken aufnehmt? Auch, wenn ihr keine Kinderbücher lest, wie geht ihr beispielsweise bei Reclam vor? Schreibt es mir gerne in die Kommentare, es interessiert mich nämlich sehr.

Am Anfang des Jahres habe ich mir bei Goodreads als Challenge-Ziel 50 Bücher für das Jahr 2018 gesetzt. Im Vorjahr hatte ich 40 Bücher als Ziel angegeben und vor dem Hintergrund, dass ich in diesem Jahr meine Masterthesis schreiben möchte, hatte ich mir mit 50 Büchern ein utopisch hohes Ziel gesteckt, so dachte ich zumindest. Rückblickend kann ich gar nicht sagen, wieso ich nicht mit einkalkuliert habe, dass Kinderbücher für Erwachsene sich recht schnell lesen lassen.

Natürlich kann man die Challenges bei Goodreads anpassen und im Endeffekt ist es nur eine Zahl, nur eine Statistik, die abbildet, wie viel man in einem Jahr gelesen hat. Aber dennoch mag ich diesen Gamification-Effekt in meinem Lese-Alltag und er sollte – zumindest für mich persönlich – auf irgendeine Art representativ sein.

Wie dem auch sei – Ich habe im März neun Bücher gelesen, die ich euch nun vorstellen möchte. Besonders stolz bin ich auf meine Lektüren fernab der Kinderbücher. Denn auch hier habe ich vielseitig gelesen und bin ausgesprochen gut unterhalten worden.

UDO WEIGELT – LUNA UND DER KATZENBÄR – Ein magischer Ausflug & gehen in den Kindergarten

In diesem Monat habe ich die Katzenbär-Reihe von Udo Weigelt weitergelesen und wurde ganz wundervoll unterhalten. Im dritten Band – Luna und der Katzenbär – ein magischer Ausflug – ist Luna zum ersten Mal alleine zu Hause, da ihr Mutter Erledigungen in der Stadt machen muss. Für Luna der geeignete Moment, um gemeinsam mit Karlo, dem Katzenbären, einen magischen Ausflug mitsamt fliegendem Teppich zu unternehmen.

In vierten Band besucht Luna nach dem Umzug zum ersten Mal wieder den Kindergarten. Das gefällt Karlo gar nicht, denn ihm wird klar, dass er Luna nun mit anderen Kindern teilen muss und sie ab sofort nicht mehr den ganzen Tag mit ihm spielen wird.

MICHAEL ENGLER – ELEFANTASTISCH: Auf nach Afrika!

Auf dieses Bilderbuch bin ich aufmerksam geworden, weil es von Joelle Tourlonias illustriert wurde und ich mich schlichtweg in ihre Zeichnungen verliebt habe. Neben der Hummel Bommel und Luna und der Katzenbär ist Elefantastisch von Michael Engler damit eine dritte Buchreihe, die mit den zuckersüßen Illustrationen ausgestattet ist und ab sofort einen Platz in meinem Bücherregal hat.

Inhaltlich möchte ich nicht sehr viel mehr verraten, als dass es der Titel des Buches tut. Denn es ist mit seinen 32 Seiten ein wirklich sehr dünnes Bilderbuch und ich plane einen Beitrag, in dem ich das goldige Bilderbuch vorstelle.

PETRA JOHANN – DIE EINSAMKEIT DES TODES

Mit dem Krimi Die Einsamkeit des Todes von Petra Johann habe ich endlich wieder ein Buch aus einem Genre gelesen, welches ich sehr mag und doch viel zu wenig Bücher daraus lese.

Ich liebe Kriminalromane und doch konnte mich Die Einsamkeit des Todes nicht wirklich überzeugen. Die Idee hinter der Geschichte ist grandios, doch bleiben die Charaktere schwammig und überhaupt – es sind für meine Verhältnisse einfach zu viele Personen, die in diesem Krimi eine Rolle spielen (oder eben nicht).

Doch das ist vermutlich einfach eine persönliche Schwäche meinerseits und ich bin mir sicher, dass das Buch den ein oder anderen Krimifan überzeugen kann. Meine vollständige Rezension zu Die Einsamkeit des Todes findet ihr hier.

KATRINE ENGBERG – KROKODILWÄCHTER

Wie ihr seht, alles, was ich in den letzten Monaten kläglich vernachlässigt habe, habe ich im März aufgeholt. Denn neben Kriminalromanen gilt meine Liebe ebenso Thrillern, doch sie müssen „gut gemacht“ sein. Und meiner Meinung nach versteht Katrine Engberg etwas von ihrem Handwerk. Mit Krokodilwächter präsentiert sie ihr Debüt und nimmt den Leser mit nach Kopenhagen, wo gemeinsam nach dem Mörder der Literaturstudentin Julie gesucht wird.

Einige kritisieren die klischeehafte Ausarbeitung der Charaktere, doch ich muss ehrlich sagen, dass mich das nicht im Geringsten stört. Ich finde beide Ermittler hervorragend getroffen, sie ergänzen sich ausgezeichnet, da schaue ich gerne über ein vermeintliches Alkoholproblem von Jeppe oder der stereotypen Beschreibung Anettes – eine junge, frische und gesunde Ermittlerin als Gegenpart – hinweg.

Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung! Meine vollständige Rezension findet ihr hier.

HELME HEINE – DIE ABENTEURER

Mit Die Abenteurer von Helme Heine geht es mir ähnlich wie mit dem anderen Bilderbuch, das ich in diesem Monat gelesen habe. Ich möchte an dieser Stelle noch nicht zu viel verraten, nur vielleicht schon einmal so viel: Es ist ein Prequel zu dem Buch Meine Freunde vom gleichnamigen Autor. Das war mir gar nicht bewusst, bis ich bei meinen Recherchen für die Buchvorstellung über diese Information gestolpert bin.

Da ich auch Meine Freunde besitze, plane ich beide Bücher vorzustellen, weil sie meiner Meinung nach beide ganz wundervoll sind und sich hervorragend ergänzen. Also, haltet die Augen offen!

LAETITIA COLOMBANI – DER ZOPF

Der Episodenroman Der Zopf von Laetitia Colombani passt streng genommen eigentlich nicht in mein gewöhnliches Lese-Repertoire. Deswegen bin ich sehr froh, dass dieses wunderschöne Cover derart meine Aufmerksamkeit auf sich gezogen hat, ich den dazugehörigen Klappentext las und mir die Leseprobe herunterlud und regelrecht verschlang.

Ich war so begeistert, dass ich bei vorablesen einen Leseeindruck zu diesem Roman verfassen und damit an der Verlosung teilnehmen musste. Einfach weil ich herausfinden wollte, nein musste, wie diese drei Lebensgeschichten bzw. -schicksale miteinander verflochten sind.

Insgesamt hat mir Colombanis Der Zopf sehr gut gefallen, entgegen aller Kritiken spreche ich eine Leseempfehlung für diesen Roman aus. Weiteres zu Der Zopf könnt ihr hier nachlesen.

RUSALKA REH – DER IGEL NEPOMUK

Dieses kleine Büchlein hatte ich seit der vergangenen Buchmesse im Oktober auf meiner Wunschliste, einfach weil ich Igel liebe und die Geschichte so niedlich klang.

Überzeugen konnte es mich nun leider aber nicht wirklich. Die Idee ist wirklich sehr süß, man begleitet den Igel von dem Erwachen aus dem Winterschlaf bis zum nächsten Winterschlaf im Herbst und erlebt mit ihm zusammen gemeinsam Abenteuer. Soweit so gut.

Doch selbst für mich als Erwachsene, war diese Absicht nur nachzuvollziehen, weil ich den Klappentext gelesen habe. Es ist ein sehr dünnes Kinderbuch und die verschiedenen Abenteuer, wie sie wohlwollend betitelt wurden, wirken für mich wahllos zusammengewürfelt. Auch, wenn der Igel aus dem Winterschlaf erwacht und zunächst einmal Hunger und Durst hat, erscheint mir der Ablauf der Ereignisse willkürlich. Ich kann es schwer beschreiben, was mich gestört hat, denn die Geschichte hat Potential, das meiner Meinung nach leider nicht ausgeschöpft wird.

Außerdem – und das habe ich auch schon in einem meiner wöchentlichen Updates angemerkt – trinkt der Igel an einer Stelle in dem Kinderbuch Milch. Das ist in meinen Augen nicht nur unglücklich ausgewählt, sondern ein absolutes No-Go, denn Igel vertragen keine Milch, sie bekommen starke Magenschmerzen und können letztendlich sogar daran sterben. Was hat das bitte in einem Kinderbuch verloren?

FRANCES HODGSON BURNETT – THE SECRET GARDEN

Ich bin ein klein wenig stolz, dass ich es im März tatsächlich (endlich) geschafft habe, The Secret Garden von Frances Hodgson Burnett zu beenden. Ich habe es voller Begeisterung begonnen zu lesen und dann aber ziemlich schnell die Lust daran verloren. Ich habe in der Schule nie Shakespeare gelesen und bin damit noch nicht mit der älteren englischen Sprache in Berührung gekommen.
Außerdem fiel es mir an manchen Stellen etwas schwer, den Yorkshire-Akzent – so nennen ihn die Protagonisten im Roman selbst – zu lesen. Selbstverständlich wurde es von Seite zu Seite besser und auch so habe ich verstanden, wovon gesprochen wurde. Aber es war ein Faktor, weswegen ich vor dem Schlafengehen lieber zu einem anderen Buch gegriffen habe.

Davon abgesehen ist dieses Buch wirklich wundervoll. Ich mochte es sehr, gemeinsam mit Mary Lennox im geheimen Garten zu spazieren und die Liebe zu den Pflanzen, ja zur Natur allgemein, zu entdecken und zu entwickeln.

Ich werde meine Leseeindrücke schon bald auf dem Blog veröffentlichen, doch davor möchte ich noch das Hörbuch hören und den dazugehörigen Film schauen.

KLEINE MOTIVATIONEN FÜR 2018 – #18für18

Die ersten drei Monate des Lesejahres 2018 sind vorbei und nachdem ich hier bereits ein Update zu meiner literarischen Weltreise gegeben habe, möchte ich heute einmal überprüfen, wie viele Bücher ich von meiner Motivationsliste „18für18“ (Beitrag dazu hier) bereits gelesen habe.

  • Nina LaCour – We Are Okay
  • Rainbow Rowell – Fangirl
  • Sara Pennypacker – PAX
  • Oscar Wilde – Das Bildnis des Dorian Grey
  • Nina LaCour – Everything Leads To You
  • Guillaume Musso – Das Atelier in Paris
  • Peter Brown – Das Wunder der wilden Insel
  • William Joyce – Die Abenteuer des Ollie Glockenherz
  • Carlos Ruiz Zafón – Die Schatten des Windes
  • Eva Stachniak – Der Winterpalast
  • Frances Bodgson Burnett – The Secret Garden
  • Agatha Christie – Mord im Orientexpress
  • Matt Haig – Ein Junge namens Weihnacht
  • Maja Lunde – Die Geschichte der Bienen
  • L. M. Montgomery – Anne of Green Gables
  • Katrine Engberg – Krokodilwächter
  • James Matthew Barrie – Peter Pan
  • Frank Schäfer – Henry David Thoerau

Ich habe erst 2 Bücher von meinen #18für18 gelesen, doch das ist in Ordnung. Einige der Bücher sind noch gar nicht erschienen (Das Atelier in Paris z.B.), andere hebe ich mir für den Herbst oder die Vorweihnachtszeit auf (Ein Junge namens Weihnacht beispielsweise). Außerdem soll es ausschließlich der Motivation und Inspiration dienen.

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Und jetzt bin ich natürlich wieder neugierig: Welche Bücher haben euch durch den März begleitet? Wie haben sie euch gefallen? Welches Buch muss ich unbedingt lesen?