Zum Jahresbeginn twitterte Karla Paul von Buchkolumne, ob wir es nicht auch fantastisch fänden, wenn es einen literarischen Reisepass gäbe. Wenn man also alle Destinationen, zu denen man durch Bücher reist, in einem Reisepass festhalten könnte.
Dieser Gedanke begeisterte mich so sehr, dass er mir die ganze Zeit nun schon nicht aus dem Kopf gehen mag. Einige Antworten auf diesen Tweet zeigten, dass viele Blogger ihre Lesereisen schon mit Markierungen bei Google Maps festhalten. Da ich für das Festhalten meiner Lesereise aber nicht auf externe Dienste zurückgreifen möchte, habe ich mich kurzerhand dazu entschlossen, euch durch Blogeinträge mit auf meine Reisen zu nehmen.

Als ich mich an die Planung setze, wie ich die Idee des literarischen Reisepasses am Besten in die Tat umsetze, ergaben sich für mich zwei Möglichkeiten. Zuerst wollte ich meine Intervalle für die Blogbeiträge an den Jahreszeiten festmachen, also jeweils einen Blogbeitrag für Winter, Frühling, Sommer und Herbst. Dazu hätte ich aber bereits im Dezember beginnen müssen und es hätte nicht mit dem Jahresende abgeschlossen, sondern bereits mit dem November.
Genau deswegen finde ich die Idee von Quartals-Beiträgen charmanter. Und genau dies ist mein Plan. Ich beginne mit dem Januar und werde ab dann für jedes Quartal einen Zwischenstand vorbereiten, wo ich bisher war und wo ich mich gerade befinde.

Ich finde das unglaublich spannend, auch vor dem Hintergrund, dass man sich das am Jahresende (und auch zu allen sonstigen Zeitpunkten) ansehen und in Erinnerungen schwelgen kann. Ich habe nämlich immer das Gefühl, dass ich unbewusst zu Büchern greife, die immer an den gleichen Orten spielen. Über den Tellerrand schauen? Fehlanzeige. Ob das wirklich so ist oder ob ich mich da täusche, kann ich damit nun überprüfen.
Das Jahr ist noch nicht einmal zwei Wochen alt und ich war bereits mit Ruth Jefferson in New Haven, Connecticut und gerade befinde ich mich mit Bruno, Pietro und seinem Vater inmitten des Monte-Rosa-Massivs in Italien.

Falls ihr nun Lust bekommen habt, selbst auf literarische Weltreise zu gehen: Tut es! Selbstverständlich seid ihr alle dazu eingeladen, zum einen mit mir gemeinsam auf literarische Weltreise zu gehen, aber selbstverständlich auch dazu, euch selbst einen literarischen Reisepass anzufertigen, um die Orte festzuhalten, zu denen euch eure Lektüren entführen. Es eröffnet eine völlig neue Sichtweise auf die Lektüren, die man das Jahr über (oder über Jahre hinweg) liest und ist gleichzeitig ein schönes Andenken!

Ich bin sehr neugierig, wohin ich im Lesejahr 2018 alles reisen werde.