Neben meiner Schwäche für niedliche Kinderbücher, ist meine Leidenschaft für gute Kinderfilme und -serien mindestens genauso ausgeprägt. Deswegen tummeln sich davon einige auf meiner Watchlist bei Netflix – Für kurzweilige Unterhaltung zwischendurch oder abends, wenn man etwas Kleines zum einschlafen sucht.

Genau diese Situation traf letzte Woche ein. Zum Lesen war ich schon zu müde und eine 45- bzw. 60-minütige Folge meiner aktuellen Serien – Nein, so lange wollte ich nicht mehr wach bleiben. Ich durchstöberte meine Watchlist und bin auf diesem Wege auf die niedliche Kinderserie Tilda Apfelkern gestoßen. Diese kleine Serie hat mein Herz wirklich im Nu erobert und deswegen möchte ich sie euch nicht vorenthalten.

Tilda Apfelkern, die holunderblütenweiße Kirchenmaus

Tatsächlich habe ich vor dieser Kinderserie noch nie etwas von Tilda Apfelkern gehört. Deswegen freue ich mich umso mehr über meinen Zufallsfund bei Netflix, denn Tilda und ihre Freunde sind einfach wundervoll. Ursprünglich ist es eine Kinderbuchreihe von Andreas H. Schmachtl, der auch für seine Geschichten um Snöfrid aus dem Wiesental bekannt ist. Spätestens, wenn man seine Bücher zur Hand nimmt, merkt man, wie viel Liebe in die Gestaltung seiner Geschichten fließt. Er illustriert seine Bücher übrigens alle selbst und das finde ich ganz besonders schön.

Die Folgen von Tilda Apfelkern sind kindgerecht kurz, ein Abenteuer wird in 6-7 Minuten erzählt. Bei Netflix sind es insgesamt 13 Doppelfolgen, eine davon dauert demzufolge etwas weniger als eine Viertelstunde. Trotz der Kürze der einzelnen Folgen, hinterlässt Tilda mit jedem Abenteuer bei mir ein Glücksgefühl, mehr als einmal erwische ich mich dabei, wie ich ein Honigkuchenpferd-Grinsen im Gesicht habe.

Geschichten aus dem Heckenrosenweg

Tilda Apfelkern ist eine holunderblütenweiße Kirchenmaus, die im Heckenrosenweg in einem kleinen Dorf zwischen den Hügeln lebt und in jeder Folge mit ihren Freunden ein kleines Abenteuer erlebt. Zu ihren Freunden zählen ihre beste Freundin Molly, die Postmaus, der Igel Rupert, das Eichhörnchen Edna mit ihren beiden Söhnen Billy und Benny sowie das Rotkehlchen Robin. Tildas Mitbewohner ist Schnecki, eine Schnecke mit blauem Schneckenhaus.

Allein Tildas lebensfrohe Art macht derart gute Laune, dass man die kleine Zeichentrickserie schon allein deswegen schauen sollte. Sie und auch all ihre Freunde sind unglaublich warmherzig. Ich kann gar nicht sagen, welcher der Folgen mir besonders gut gefallen haben, denn jede ist auf ihre Art besonders. Tilda näht und strickt unwahrscheinlich gerne, auch kochen und backen zählen zu ihren Leidenschaften. Egal, ob es um die Pension Apfelkern geht, die Tilda in einer Folge eröffnet, um ein geheimes Kuchenrezept oder um einen Schal für den kranken Rupert – jede Folge macht deutlich: Gemeinsam mit Freunden macht alles gleich doppelt so viel Spaß (mindestens) und es kann nichts Schlimmes passieren. Selbst das gruselige Hörspiel ist gar nicht mehr so gruselig, wenn man es gemeinsam mit seinen Freunden hört.