Ich habe es schon auf Instagram und Twitter angesprochen und vielleicht habt ihr es auch schon auf dem Blog selbst gemerkt: Im Moment florieren Kinder- und Bilderbücher bei Literally Sabrina. Ich habe unglaubliche Freude daran, in die niedlichen Geschichten und vor allem die zauberhaft illustrierten Bilderbücher abzutauchen. Es löst ein unglaubliches Glücksgefühl in mir aus.

Durch die Buchmesse, die mich in dieser Hinsicht wirklich sehr getriggert hat, explodiert mein Lesemonat November und reißt die Statistik im Vergleich zu den Vormonaten enorm nach oben. Das ist auch der Grund, wieso der Überblick über meinen Lesemonat diesmal ein wenig anders ausfallen wird als gewohnt. Ich werde die 4 Romane vorstellen, die mich durch den November begleitet haben, zu meiner übrigen Lektüre wird es einen Overview mit kleinen Anmerkungen geben.

Guillaume Musso – Das Atelier in Paris

Dieses Buch habe ich aus dem Oktober mitgenommen und in den ersten Tagen im November beendet. Ich bin großer Musso-Fan und auch diesmal hat er mich nicht enttäuscht. Wir befinden uns in einem kleinen abgelehenen Atelier in Paris wieder. Dort möchten sowohl die Londoner Polizisten Madeline als auch der amerikanische Schriftsteller Gaspard eine Auszeit von ihrem Alltag nehmen. Aber auf keinen Fall zusammen, denn was beide suchen ist Ruhe, die absolute Abgeschiedenheit von der Welt. Ein Buchungsfehler des Systems führt die beiden zusammen.

Beide sind ziemlich verärgert über den Faux-pas, denn jeder möchte gerne das Atelier für sich alleine. Eine hitzige Diskussion entsteht zwischen ihnen, durch die aber bald schon deutlich wird, an welch besonderem Ort sich Gaspard und Madeline getroffen haben. Das Atelier gehörte einst einem Maler, von dessem Œuvre lediglich noch drei Werke existieren sollen – Verbleib unbekannt. Der Ärger zwischen ihnen scheint im Nu verflogen zu sein, die Abenteuerlust hingegen steigt. Ziemlich schnell entschließen sich die beiden, gemeinsam auf die Suche nach den verschollenen Werken des Malers zu gehen.

Meine vollständige Rezension könnt ihr hier nachlesen.

Agatha Christie – Mord im Orientexpress

Einer der wohl berühmtesten Fälle von Hercule Poirot führte mich zu Agatha Christie. Die Rede ist von Mord im Orientexpress. Es ist mein erster Roman von Agatha Christie, aber definitiv nicht mein letzter. Ich bin begeistert von der Art, wie Christie erzählt. Obwohl ein Mord passiert ist, strahlt das Buch die ganze Zeit hindurch eine derartige Ruhe aus, das beeindruckt mich wirklich sehr. Alles wirkt geordnet, routiniert. Ich empfinde dieses Ruhige, dieses Bedachte wirklich als unglaublich angenehm.

Ich habe mir mittlerweile schon weitere Bücher von Christie bestellt, ich hoffe, dass sie in den nächsten Tagen eintreffen werden, damit ich direkt weiter an der Seite von Miss Marple und Hercule Poirot ermitteln kann. Eines der Bücher ist ein Weihnachtsbuch, das passt ganz hervorragend in den Dezember. Ich freue mich sehr!

Marissa Stapley – Das Glück an Regentagen

Als nächstes habe ich ein Buch gelesen, an das ich hohe Erwartungen hatte und letztendlich aber bitter enttäuscht wurde. Es handelt sich um Das Glück an Regentagen. Ich war fasziniert von Cover und Klappentext und habe eine Geschichte innerhalb stürmischer, rauer Natur erwartet. In gewisser Weise habe ich das auch bekommen, aber leider noch viel mehr, worauf ich gerne verzichtet hätte.

Ich sage es frei heraus: Das Buch hat mich unglaublich depressiv gemacht. Mit jeder Seite wuchs das bedrückende Gefühl in mir und ich hatte wirklich zeitweise große Mühe, weiterzulesen. Es liegt nicht daran, dass die Story traurig ist, mich störte die grundauf negative Lebenseinstellung in diesem Buch. Alles ist aussichtslos, jedes Mal wird nur das Schlechte gesehen, immer versucht die Protagonistin das kleinere Übel zu wählen, denn etwas Positives gibt es auf dieser Welt sowieso nicht. Hm!

Am Ende habe ich dann tatsächlich nur noch weitergelesen, weil ich mit ihr das Glück an Regentagen finden wollte und hoffte, wenigstens eine fröhliche Gefühlsregung in ihr zu vernehmen. Aber vergebens! Was soll ich sagen? Nicht mein Buch!

Émile Zola – Das Paradies der Damen

Erinnert ihr euch noch an mein erstes E-Book, das ich auf meinem Amazon Kindle gelesen habe? Vermutlich nicht, denn es ist schon einige Monate her. Im Sommer hatte ich mir Das Paradies der Damen als E-Book heruntergeladen, weil ich kurz zuvor die Netflix-Serie The Paradise gesehen habe, die auf diesem Roman von Zola basiert. Ungefähr ein Drittel habe ich im Sommer davon gelesen, dann kam der Herbst, die Buchmesse und meine Bilder- und Kinderbuchzeit, da ist dieses E-Book ein wenig in Vergessenheit geraten. Im November habe ich die vielen Bahnfahrten genutzt und Das Paradies der Damen beendet.

Es hat mir wirklich ausgesprochen gut gefallen, auch, wenn es zeitweise ein wenig langatmig war. Ich mag die Sprache und den Schreibstil Zolas, obwohl das Buch schon einige Jahre hinter sich hat, ist es heutzutage vielleicht nicht unbedingt modern, aber zweifellos noch flüssig lesbar.

Geholfen hat mir aber vermutlich, dass ich zuvor die Serie gesehen habe und mir während des Lesens alles lebhaft vorstellen konnte und genau genommen noch einmal die Serie durchlebt habe. Ob mir das Buch ohne das vorherige Sehen der Serie ebenso gefallen hätte, kann ich nicht sagen.


Overview: Kinder- und Bilderbücher

In die abenteuerlichen Mausgeschichten von Torben Kuhlmann habe ich mich in diesem Monat wirklich verliebt. Sie sind einfach zuckersüß! Ich kann gar nicht in Worte fassen, wie wunderschön die Bilderbücher von Kuhlmann sind und wie begeistert ich von den Mausgeschichten bin. Meiner Meinung nach sollte wirklich jeder, der sich für erstklassige Illustrationen begeistern kann, diese Meisterwerke kennen. Hier ist wirklich jede Illustration ein Gemälde!

Streng genommen ist es gar kein Bilderbuch, sondern vielmehr eine Graphic Novel, denn es ist unwahrscheinlich umfangreich, sowohl von der Seitenanzahl als auch von Anzahl der Illustrationen. In jeder einzelnen Abbildung wird die Liebe zum Detail deutlich. Kuhlmanns Sorgfalt und Professionalität lässt sich auf jeder Seite seiner Arbeiten wiederfinden. Für mich sind die Bücher von Kuhlmann die wohl schönsten Bilderbücher, die ich jemals in der Hand gehalten habe.

Hier findest du die Buchvorstellung von Lindbergh und Armstrong. Edison wird im Dezember folgen!

Alle 3 Bilderbüche sind wirklich wunderschön. Meine Leseeindrücke zu Unsere kleine Höhle habe ich bereits hier veröffentlicht, sowohl Elchhörnchen als auch Der überraschende Weihnachtsbrief werde ich in der nächsten Woche im Rahmen der Kinderbuchwoche auf meinem Blog vorstellen. Seid gespannt!

Die Reihe um den Esel Pferdinand von Suza Kolb aus dem Magellan Verlag hat es mir angetan. Bereits bei Herzensbücher habe ich den ersten Band – Pferdsein will gelernt sein – vorgestellt, der stellvertretend für die Reihe steht. Auch das Weihnachtsbuch mit Pferdinand ist super niedlich, auch dieses werde ich in der nächsten Woche genauer vorstellen.

Von Matt Haigs Weihnachtsreihe habe ich wirklich schon unglaublich viel gehört und gefühlt jeder gerät ins Schwärmen, wenn die Sprache auf den Jungen namens Weihnacht fällt. Ganz ehrlich – Ich frage mich wieso. Ich fande das Buch einfach grauenvoll. Ich weiß nicht wieso, aber es versetzte mich wirklich absolut nicht in Weihnachtsstimmung, für mich war es viel zu düster und kaltherzig. Auch die Illustrationen sind gar nicht nach meinem Geschmack und haben das karge und triste Bild für mich nur noch verstärkt. Eine Reihe, die ich nicht weiter verfolgen werde.

Außerdem habe ich noch dieses fantastische Sachbuch über Alexander von Humboldt gelesen. Ich kann es wirklich nur jedem ans Herz legen, hier wird das Leben und das Reisen von Humboldt derart lebhaft erzählt, dass man einfach automatisch weiterblättert, weil man derart mitgerissen wird. Auch die wunderschönen Illustrationen, die die Geschichte begleiten, tragen dazu bei! Wirklich ganz großes Kino – hier findet ihr meine Rezension!

Ein seitenreicher November mit vielen spannenden Geschichten!

Wie ihr seht, hat mich im November die Leselust gepackt und ich habe mich einmal quer durch das Bilderbuch-Angebot gelesen. So fühlt es sich zumindest für mich an. Im Dezember möchte ich wieder verstärkt Romane lesen, ich freue mich schon, zur Weihnachtszeit in den Seiten zu versinken und mir bewusst Zeit zum Lesen zu nehmen.

Wie war euer Lesemonat? Was habt ihr im November gelesen? Welches Buch könnt ihr besonders empfehlen?


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