Die Kinderbuchwoche neigt sich langsam aber sicher dem Ende zu. Da heute Nikolaus ist, habe ich etwas ganz Besonderes für euch – wie ihr sehen könnt, gibt es heute zwei Buchbesprechungen, die gleichzeitig last minute Buchempfehlungen für unter den Weihnachtsbaum sind. Gerade die Geschichte um Pferdinand möchte ich besonders empfehlen, denn Pferdinand ist mir ans Herz gewachsen.

Auf die Geschichten mit dem niedlichen Esel Pferdinand bin ich wirklich durch Zufall gestoßen. Ich habe die Verlagsvorschauen nach Weihnachtsbüchern durchgeblättert und bin bei Magellan fündig geworden. Der Esel Pferdinand hat mich angelächelt und ich habe mich direkt in ihn verliebt.

Nach kurzer Recherche habe ich herausgefunden, dass die Weihnachtsgeschichte mit Pferdinand der fünfte Band einer Reihe ist. So habe ich meinen neu erworbenen Bibliothektsausweis genutzt, um mir die Reihe einmal genauer anzusehen. Ich habe mir den ersten Band ausgeliehen, innerhalb eines Nachmittages verschlungen und mich instant in Pferdinand und in alle anderen Hofbewohner verliebt.

Ein Esel unterm Weihnachtsbaum

Allein das Cover des Buches strahlt trotz des Schnees eine derartige Wärme und Geborgenheit aus, da macht mich allein das Betrachten des Covers glücklich. Ich bin augenblicklich in Weihnachtsstimmung. Auch die Zeichnungen im Inneren des Buches sind stimmig und lassen so viel Herzlichkeit erkennen – das ist wirklich toll.

Im bereits fünften Band der Pferdinand-Reihe dreht sich alles um Weihnachten. Auf dem Klausenhof wird der Weihnachtsbaum aufgestellt, die Weihnachtsbäckerei läuft auf Hochtouren. Emmi und Lenni backen wie die Welteister Plätzchen und wollen mit ihren goldenen Eselplätzchen am Plätzchenwettbewerb der Dorfbäckerei teilnehmen. Doch als sie die Plätzchen zum Auskühlen auf die Fensterbank stellen, sind diese kurzerhand verschwunden.

Aber noch weitere merkwürdige Dinge tragen sich in den letzten Tagen auf dem Klausenhof zu. Pferdinand entdeckt geheimnisvolle Schatten und glaubt, darin ein dunkles Gesicht zu erkennen und gemeinsam mit seinem Freund Paule hört er unheimliche Rufe. Pferdinand ist überzeugt, das ist der Weihnachtsgeist!

Gemeinsam mit seinen Freunden macht sich Pferdinand daran, dem Weihnachtsgeist auf die Spur zu kommen und das Geheimnis um die verschwundenen Plätzchen zu lüften. Es beginnen abenteuerliche Vorweihnachtstage auf dem Klausenhof, die man als Leser gerne verfolgt.

Perfekte Weihnachtslektüre

Ich bin wirklich absolut begeistert von diesem Buch und auch von der Reihe im Allgemeinen. Der Esel Pferdinand mitsamt den restlichen Bewohnern des Klausenhofs sind genau das, was ich schon immer gesucht habe. Oft sind Bücher, in denen es um Esel geht oder sie gar die Protagonisten sind, religiöse Bücher und dafür bin ich einfach nicht die geeignete Zielgruppe. Das macht mich als großen Eselliebhaber wirklich traurig. Umso mehr freut es mich, mit dem Esel Pferdinand eine niedliche kleine Kinderbuchreihe gefunden zu haben, die Esel nicht mit irgendeiner Bedeutung aufläd, sondern einfach nur das Tier sein lässt, das es ist.

Mittlerweile habe ich auch die anderen Bände der Reihe gelesen und kann sagen, dass sie mir ein unglaubliches Honigkuchenpferde-Grinsen ins Gesicht zaubern. Gerade den fünften Band – Ein Esel unterm Weihnachtsbaum – finde ich besonders charmant und gelungen. Schon nach wenigen Seiten war ich derart Weihnachtsstimmung und das Plätzchen backen von Emmi und Lenni haben mich dazu motiviert, dass ich in diesem Jahr tatsächlich noch mit der Weihnachtsbäckerei starten und selbstgemachte Plätzchen an Weihnachten verschenken werde – Plätzchen in Eselform versteht sich.

Es ist wirklich ein ganz besonderes Weihnachtsbuch, das ich wirklich jedem ans Herz legen kann. Es strahlt so viel Herzlichkeit und Freude aus, das man es einfach lesen muss. Auch als Erwachsene habe ich meine Freude mit der Reihe um Pferdinand. Ich freue mich, diese Reihe entdeckt zu haben! Natürlich werde ich sie weiter verfolgen und hoffe, dass noch viele weitere mindestens genauso niedliche Geschichten mit Pferdinand erscheinen werden.


Vielen Dank an den Magellan Verlag für das Bereitstellen dieses Rezensionsexemplares.