Endlich finde ich mal wieder die Zeit, ein kleines Lese-Update zu tippen und euch damit einen Einblick in meinen Lese-Alltag zu geben. Auch, wenn diese Art von Beiträgen üblicherweise sonntags von mir hochgeladen werden, kann ich mit dieser kleinen Verspätung sehr gut leben. Denn dieser Montag fühlt sich wie ein Sonntag an. Oft wünscht man sich noch einen weiteren Tag zwischen Samstag und Sonntag und an diesem Pfingstwochenende haben wir ihn bekommen. Und ich muss ehrlich sagen: Ich habe diesen Tag mehr als benötigt.

Morgan Matson – Save The Date

In der vergangenen Woche habe ich Save The Date von Morgan Matson gelesen. Dieses Buch habe ich mir vor einigen Monaten gekauft, nachdem ich es bei Janika entdeckt hatte. Tatsächlich freue ich mich schon den ganzen Frühling auf dieses Buch, aber ich wollte es erst lesen, wenn das Wetter ein wenig sommerlicher wird, weil ich eben genau das damit verbinde: Warme Temperaturen, ausgelassene Stimmung, ein Blumenmeer und ganz viel Gute Laune an einem Ort! Außerdem waren wir an diesem Wochenende selbst auf eine Hochzeit eingeladen und so konnte ich mich mit Save The Date schon einmal in die passende Stimmung bringen.

Meine Erwartungen waren – das muss ich ehrlicherweise zugeben – nicht sehr hoch an dieses Buch, doch wünschte ich mir einige unterhaltsame Lesestunden und umso mehr freute es mich, dass mir das Buch bereits nach wenigen Seiten genau das bot. Der Einstieg fiel mir leicht, der Schreibstil ist flüssig und lebendig, man hat das Gefühl, als wäre man selbst in die Vorbereitungen der Hochzeit von Charlies Schwester involviert. Das gefällt mir wirklich gut. Doch im Verlauf der Lektüre war ich zunehmend genervt und erwischte mich dabei, wie ich begann, kleinere Passagen nur noch zu überfliegen. Woran das lag?

Ich möchte nicht zu viel spoilern, aber im Vorfeld dieser Hochzeit geht wirklich alles schief, was man sich nur vorstellen kann. Und sogar ein wenig mehr als das. War es bei den ersten Turbulenzen noch lustig und ich musste schmunzeln, wurde es mit der Zeit zunehmend nervtötend. Ganz im Ernst – so viel Pech kann ein einzelner Mensch – oder ein einzelnes Paar – gar nicht haben. Ich verrate nicht zu viel, wenn ich sage, dass es die Kleinigkeiten sind, die hier schief laufen – den Anzug abholen usw. -, aber auch hier dachte ich irgendwann, dass das unmöglich alles an einer einzigen Hochzeit passieren kann. Das war wirklich zuviel des Guten.

Trotzdem habe ich weitergelesen, denn nichtsdestotrotz wollte ich wissen, wie die Hochzeit schlussendlich abläuft. Welche Missgeschicke passieren hier? Oder geht hier zur Abwechslung mal alles glatt? Der mitreißende Schreibstil lies mich weiterlesen und dafür danke ich ihm sehr. Denn das letzte Viertel von Save The Date überraschte mich sehr. Es war unerwartet tiefgründig und hielt Erkenntnisse und Entscheidungen für mich bereit, mit denen ich in dieser Story überhaupt nicht gerechnet hätte, einfach weil sie weit über die Thematik des Hochzeitswochenende hinausgehen und schon eher der Sparte coming-of-age zuzuordnen sind. Auch, wenn es streng genommen nicht wirklich in dieses Buch gepasst hat, konnte es bei mir noch einmal viel retten, denn so wurde Save The Date noch ein wenig – vorsichtig formuliert – Tiefgang verliehen.

Alles in allem hat mich Save The Date also wunderbar auf die Hochzeitsfeier vorbereitet, zu der wir an diesem Wochenende eingeladen waren. Tatsächlich lief auf dieser Feier alles glatt lief und die einzige Sorge galt dem Akku der Polaroid-Kamera.

Sommerzeit ist Urlaubszeit 

Apropos sommerliche Temperaturen! Bald beginnt wieder die Ferien- und Reisezeit und auch Stefan und ich haben schon die Köpfe zusammengesteckt und überlegt, wohin es für uns in diesem Jahr gehen soll. Aber die knifflige Frage ist nicht die nach der Destination, sondern vielmehr die nach dem Zeitpunkt sowie -raum. Wann und vor allem wie lange wollen oder besser können wir in diesem Jahr Urlaub machen? Können wir eine Woche freischaufeln, ohne dass wir im Anschluss alles wieder aufarbeiten müssen?

Zur Erklärung: Stefan und ich befinden uns gerade in der Abschlussphase unseres Masterstudiums und als wäre dies nicht schon genügend Action, haben wir beide zusätzlich gerade frisch den Job gewechselt. Auch, wenn wir beide zugesichert bekommen haben, dass dem Sommerurlaub aus Sicht des neuen Jobs nichts im Wege steht, bleibt dennoch das merkwürdige Gefühl im Bauch und das Wissen im Hinterkopf, dass man eigentlich gerade an der Masterthesis schreiben sollte. So richtig abschalten kann man einfach nicht. Ich denke, ihr wisst, was ich meine.

Um dem ein wenig aus dem Wege zu gehen und auch einen vermutlich letzten Sommer die Annehmlichkeiten des Studentendaseins – kostenlose hessenweite Fahrkarte, Vergünstigungen in Museen, etc. – zu nutzen, haben wir uns in diesem Jahr dazu entschieden, mehrere kleine (Tages-)Ausflüge zu planen. Wandertouren und das Besichtigen von Sehenswürdigkeiten in und um Hessen steht auf dem Plan! Ich habe in den letzten Wochen schon ein wenig recherchiert und bin erschrocken, wie viele Ecken man von seiner Heimat noch nicht kennt. Deswegen bin ich sehr gespannt und freue mich auf einen Sommer mit Erkundungen rund um meinen Lebensmittelpunkt.

Ich werde unsere Ausflüge und Kurz-Trips in Form von Blogbeiträgen festhalten und mein in der letzten Woche neu erworbenes Smartphone erlaubt es mir künftig hoffentlich, die Beiträge mit ansprechendem Bildmaterial zu versorgen, ohne immer die schwere Spiegelreflex mitnehmen zu müssen. Ich freue mich schon jetzt sehr auf unsere Ausflüge und wer weiß, vielleicht findet der ein oder andere von euch dadurch ja eine neue Destination für einen eigenen (Wochenend-)Ausflug.

Blogplanung im Juni

Mein Plan für die nächsten Wochen im Juni ist es, endlich alle noch ausstehenden Rezensionen zu tippen und neben dem neuen Format über unsere Ausflüge auch (wieder) ein wenig mehr den Fokus auf Filme und Serien zu legen. Da im Juni unser Netflix-Abo seinen 1. Geburtstag feiert, wollte ich euch eigentlich meine Lieblinge aus dem 1. Jahr Netflix zusammenstellen, doch das gestaltet sich schwieriger als gedacht.

Nicht, dass ich keine Filme oder Serien finde, die sich dafür eignen würden. Ganz im Gegenteil. Vielmehr stockt es an der Versorgung mit Bildmaterial, da die Registrierung im Medien-Center von Netflix nicht so einfach ist, wie ich anfänglich angenommen habe. Da für mich gerade Beiträge zu Filme und Serien ohne Bildmaterial aber keinen Sinn ergeben, wartet dieser Beitrag erst einmal weiter im Entwurf-Ordner und kann hoffentlich bald online gehen.

In der kommenden Woche werde ich mir einmal Gedanken machen, worüber ich stattdessen berichten kann. Vielleicht stelle ich euch ja meine Lieblinge von Prime Video vor, denn dort gibt es keine Probleme mit dem Zugang zu Pressematerial. Vielleicht stöbere ich aber auch in unserer DVD- und Blu-Ray-Sammlung und zeige euch, welche Filmschätze sich in unseren Regalen befinden. Ich weiß es noch nicht, freue mich aber schon darauf.

In jedem Fall werde ich den restlichen Pfingstmontag und die kommende Woche dafür nutzen, den neuen Roman von Guillaume Musso zu lesen. Musso ist einer meiner Lieblingsautoren und ich konnte die Veröffentlichung von Die junge Frau und die Nacht gar nicht erwarten.