Ihr Lieben, heute gibt es endlich wieder ein kleines Lebenszeichen von mir. Momentan habe ich einfach unglaublich viel zu tun und finde kaum Zeit zum Lesen oder Bloggen. Das macht mich wirklich ein wenig traurig, weil ich beides – sowohl die Zeit zum Lesen als auch das Bloggen – unheimlich mag und gerade sehr vermisse. Ich habe vor nicht einmal zwei Wochen einen neuen Nebenjob begonnen, der mich nun durch meine Abschlussphase des Studiums begleiten wird und genau hier sind wir schon beim zweiten enormen Zeitfresser: die Masterarbeit.

Die ganze Zeit war ich ein wenig wehmütig, weil das Studium sich gen Ende neigt und damit ein wirklich großer Lebensabschnitt zu Ende geht. Damit einher geht natürlich auch immer eine gewisse Unsicherheit: Wie wird es nach dem Studium weitergehen? Wo werde ich arbeiten? Wo werde ich wohnen? Diese – und natürlich noch viele weitere Fragen – beschäftigen mich gerade sehr. Doch ich denke, dass das in meiner momentanen Situation völlig normal ist.

Mittlerweile muss ich aber auch ehrlicherweise sagen, dass ich es gar nicht mehr erwarten kann, das Studium zu beenden. Ich habe wirklich lange studiert und fühle mich selbst gar nicht mehr als Studentin. Wenn ich über den Campus laufe, sehe ich keine bekannten Gesichter mehr. Auch sonst bin ich weitestgehend aus dem Unibetrieb raus: Ich besuche keine Seminare mehr, weil ich bereits alle erforderlichen Module erfolgreich abgeschlossen habe. Es wartet wirklich nur noch der große Endgegner auf mich: die Masterarbeit.

Diesem stelle ich mich in den letzten Wochen, mittlerweile schon Monaten, wirklich erfolgreich. Ich recherchiere viel, lade Unmengen an E-Books vom Bibliothektsportal herunter, schleppe stapelweise Bücher aus der Uni-Bibliothek nach Hause. Ich bin nämlich niemand, der in crowded places lernen kann. Am Liebsten und vor allem Effektivsten lerne alleine zu Hause, an meinem Schreibtisch – und bei längerem Schreibphasen wechsel ich auch gerne zwischen verschiedenen Spots -, zusammen mit einer schönen Kanne Tee oder literweise Kaffee und einem leckeren Snack. In der Bibliothek fühle ich mich immer sehr beobachtet und gefühlt alles lenkt meine Aufmerksamkeit weg von der Recherche. Außerdem spare ich mir so die Fahrt in die Uni und kann diese Zeit effektiv für die Masterarbeit nutzen.

Da ich mich aber eben noch in der Recherchephase befinde und gefühlt jede freie Minute für die Masterarbeit lese, bin ich froh, wenn ich die Bücher weglegen und wirklich abschalten kann. Das ist der Grund, wieso ich momentan – gerade im Vergleich zu den Vormonaten – wirklich wenig lese. Vielmehr mache ich es mir vor dem Fernseher gemütlich und schaue Serien oder Filme. Gerade in der letzten Woche haben wir Young Sheldon und Der Nebel gesehen und direkt im Anschluss mit der 2. Staffel The Marvelous Mrs. Maisel begonnen.

So viel an dieser Stelle zu meinem momentanen Alltag. Ich vermisse den regelmäßigen Austausch mit euch über Social Media, das Lesen sowie das Bloggen wirklich sehr, aber ich bin mir sicher, dass ich bald wieder mehr Zeit dafür finden in gewohnter Regelmäßigkeit wieder bloggen werde.

Aktuelle Lektüre – J. K. Rowling: Ein plötzlicher Todesfall

 Weiter geht es mit einem kleinen Leseupdate, denn ganz ohne Buch geht es natürlich auch nicht. Nachdem Hillbilly Elegy nun schon seit einiger Zeit auf meinem Nachttisch liegt und ich gerade einmal bis Seite 61 gelesen habe – das Buch erinnert mich leider zu sehr an meine wissenschaftliche Lektüre -, habe ich parallel mit Ein plötzlicher Todesfall von J. K. Rowling begonnen. Ich bin schon die ganze Zeit ziemlich neugierig, wie die Krimis aus der Feder von Rowling sind und ob sie auch außerhalb von Hogwarts überzeugen kann. Dies werde ich in den nächsten Wochen hoffentlich herausfinden, gerade kann ich noch nicht allzu viel dazu sagen, denn ich befinde mich erst auf Seite 37. Mein Freund liest aktuell den ersten Fall, den Rowling unter ihrem Pseudonym veröffentlicht hat – Der Ruf des Kuckucks von Robert Galbraith – und auch hier bin ich gespannt, was er dazu sagen wird. Ich schätze, dass ich es im Anschluss sowieso noch selbst lesen werde, aber neugierig bin ich dennoch. Falls Ein plötzlicher Todesfall – oder auch die Cormoran Strike-Reihe – jemand von euch bereits gelesen hat, lasst mir gerne eure Leseeindrücke in den Kommentaren da, ich bin ziemlich gespannt, wie die Rezeption des Buches ist.

Kleine Auszeit – Kloster & Altstadt in Seligenstadt

Am Freitag haben wir uns eine kleine Auszeit gegönnt und sind kurzentschlossen nach Seligenstadt gefahren. Nachdem ich auf der Website Kultur in Hessen vor einigen Wochen wunderschöne Fotos und vielversprechende Artikel über das Kloster Seligenstadt entdeckt habe, war es unser Plan, diese Schönheit selbst zu besuchen. Ich bin generell großer Fan von Altstädten und historischen Bauten. Ich besuche leidenschaftlich gerne Schlösser, Burgen, Klöster und Altstädte. Ich weiß nicht wieso, aber mich fasziniert das irgendwie.

Da das Wetter am Freitag wirklich herrlich war – 20 Grad, strahlend blauer Himmel und Sonnenschein -, haben wir das Wochenende mit einem kleinen Ausflug in das gerade einmal 15 Minuten entfernte Seligenstadt eingeläutet. Ja, es ist wirklich um die Ecke und ich frage mich ernsthaft, wieso wir dort noch nie zuvor waren. Es hat mir wirklich ausgesprochen gut gefallen, der Kloster- und Apothekergarten (zwei unterschiedliche Gärten) sind wirklich wunderschön angelegt und ich kann erahnen, wie wunderschön es im Sommer sein muss, wenn dort alles blüht. Spätestens dann werden wir noch einmal hinfahren und die wirklich großzügige Gartenanlagen in ihrer vollen Pracht besichtigen.

Aber auch neben den Gärten ist es dort wirklich schön. Es gibt dort noch eine alte Bäckerei, die Brot backt, welches man im angeschlossenen Klosterladen kaufen kann. Sowas mag ich immer total gerne und beim nächsten Besuch werde ich dort definitiv ein Klosterbrot mitnehmen. Ganz besonders gefallen hat mir die etwas versteckte Laube mit angrenzender Wiese, auf der Hühner und Schafe weiden. Mitten in der Stadt! Das ist wirklich unglaublich schön und wir haben es uns dort auf einer Bank gemütlich gemacht, die Tiere beobachtet und die Sonne genossen.

Alles in allem hat es sich angefühlt, als seiem wir im Urlaub und das hat wirklich unglaublich gut getan. Ich hoffe, dass wir es schaffen, künftig öfter solche kleinen Tagesausflüge in die Region zu machen. Denn ich merke, wie gut mir das tut. In all dem Alltagsstress für einen Nachmittag abzuschalten ist wirklich unglaublich wertvoll und gibt einem neue Energie, um wieder durchzustarten. Ich bin schon sehr gespannt, wohin es uns als nächstes verschlagen wird.

       

Nachdem ich gestern in der Heimat war und mir einen schönen Tag mit Mama gemacht habe, geht es heute zum Kaffee zu den Schwiegereltern. Davor werde ich noch Erdbeermarmelade kochen und den Sonntag in aller Ruhe genießen, bevor ich morgen tatkräftig in die neue Woche starte und mein Fokus an den Tagen, an denen ich nicht im Büro bin, auf der Mastarbeit liegt. Meine kleine Auszeit hat sich nun auf 3 Tage ausgedehnt, aber das ist völlig in Ordnung.