Die Hitze hat uns momentan fest im Griff. Das ist auch der Grund, weswegen bei mir momentan nicht viel passiert. Aktuell pendel ich zwischen Schlafzimmer, Wohnzimmer und Terrasse hin und her, immer auf der Suche nach dem kühlsten, schattigsten Plätzchen. Denn – Hand aufs Herz – es ist einfach viel zu warm.

Auch, wenn man bei diesen Temperaturen bekanntermaßen weniger produktiv ist, hat sich das bei mir nicht bewahrheitet. Zumindest nicht, was mein Lesepensum betrifft. Denn dies kann sich in dieser Woche wirklich sehen lassen.

Meine Lesewoche

Zu Beginn der Woche habe ich eines meiner Geburtstagsbücher zu Ende gelesen – A Study In Charlotte von Brittany Cavallaro, um genau zu sein. Es ist der Auftackt einer Trilogie, in der Nachkommen von Sherlock Holmes und John Watson – Jamie und Charlotte mit Namen – gemeinsam versuchen, Verbrechen aufklären. Ich finde die Idee ziemlich niedlich und wollte unbedingt reinlesen.

Es hat mir wirklich außerordentlich gut gefallen, ich finde sowohl Jamie als auch Charlotte sympathisch und auch die Handlung hat mich angesprochen. Ehrlicherweise muss ich sagen, dass ich es nicht als Jugendbuch eingestuft hätte, weil es an manchen Stellen doch ein wenig heavy ist. Aber gerade das mochte ich an diesem Roman. Ich rechnete mit einer Story, die eher an der Oberfläche kratzt. Doch ich wurde mit einem Handlung überrascht, die raffiniert ist und Tiefgang besitzt.

Julie Buxbaum – Tell me three things 

Ich weiß nicht, wann ich zuletzt ein Buch in einem Rutsch durchgelesen habe. Normalerweise kommt es bei mir auch nicht so häufig vor, einfach weil mir die Ausdauer dafür fehlt. Ich lese und lasse mich ganz schnell von anderen Dingen und vor allem Gedanken ablenken und zack, wird etwas am Smartphone nachgeschaut oder irgendwelche Dinge im Haushalt erledigt. Das ist einfach schrecklich und ich sollte wirklich daran arbeiten.

Umso mehr erstaunt mich mein Leseverhalten bei diesem Buch. Montagabend habe ich das erste Kapitel gelesen, einfach mal um zu schauen, wie der Stil des Buches ist, worum es geht, ob ich es als Nächstes lesen möchte. Das erste Kapitel war beendet, es war weit nach meiner üblichen Schlafenszeit, ich konnte meine Augen nur noch schwerlich geöffnet halten – aber ich wollte weiterlesen. Vernünftigerweise habe ich die Lektüre aber auf den nächsten Tag verschoben, ausgeruht liest es sich einfach besser.

Nach dem Frühstück habe ich mir mit dem Buch ein schattiges Plätzchen gesucht und bin regelrecht darin versunken. Nachmittags klappte ich das Buch mit der letzten Seite zu, 400 Seiten in einem Rutsch gelesen – oder soll ich besser sagen: weggeatmet? Ich möchte noch nicht zu viel zu diesem Buch verraten, denn ich werde noch einen ausführlichen Beitrag mit meinen Leseeindrücken verfassen, aber vielleicht schon einmal so viel an dieser Stelle: Lest dieses Buch! Es ist wirklich unglaublich schön. Wenn euch Briefromane und College-Setting ansprechen und ihr gerne coming of age-Romane mit kleiner Liebesgeschichte lest, dann ist dieses Buch für euch.

Wochenend-Lektüre

Meine Woche verläuft mehr oder weniger immer nach dem gleichen Muster. Nach dem Wochenende habe ich den Montag und den Dienstag, um alle möglichen Erledigungen zu tätigen, Haushalt, Einkauf, Arzttermine, Blogarbeit oder Lesen. Mittwoch und Donnerstag arbeite ich den kompletten Tag und habe, nachdem ich mich durch den Feierabendverkehr gequält habe, meist keine Motivation mehr zum Lesen oder um am Blog zu arbeiten. Die Abende verbringe ich meist mit Netflix oder Youtube. Gerade schauen wir super gerne Reisevlogs.

Freitags habe ich noch einen halben Tag Home Office vor mir, bevor ich mittags das Wochenende einläuten kann. Ab  da beginnt dann für mich auch wieder die Zeit, in der ich mich um den Blog kümmere, Fotos mache und natürlich auch lese. In dieser Woche habe ich mir Der Brombeergarten von Cathy Bramley als Lektüre für das Wochenende ausgesucht.

Gerade befinde ich mich auf Seite 89 des Buches und ich muss ehrlich zugeben, dass mich dieses Buch leider überhaupt nicht anspricht. Die Figuren – sowohl die Protagonistin als auch die Neben-Charaktere – gehen mir sowas von auf die Nerven. Sie legen Charakterzüge an den Tag, die ich schon im echten Leben nicht leiden kann. Ich bin mir nicht sicher, ob ich das in einem Buch lesen möchte. Ich bin ein wenig zwiegespalten, denn die Idee des Buches gefällt mir gut. Ob ich dieses Buch weiterlesen oder abbrechen werde, werde ich in der nächsten Woche entscheiden.

Zahlen, bitte!

Ich habe meinen Lesefortschritt schon lange nicht mehr anhand von Zahlen festgehalten, deswegen möchte ich das heute mal wieder tun. In der vergangenen Woche habe ich insgesamt genau 650 Seiten gelesen, das sind ungefähr 93 Seiten am Tag. Wow! Damit hätte ich nicht gerechnet, gerade wenn man sich die letzten Wochen (und Monate) anschaut, in denen ich eher wenig gelesen habe. Aber dies motiviert mich ungemein. Mal sehen, wie viel es in der nächsten Woche werden.