Hallo ihr Lieben, ich weiß überhaupt nicht, wo ich beginnen soll. Es ist (mehr oder weniger) der Beginn eines neuen Jahres und damit bekanntlich die Zeit, in der gute Vorsätze gefasst werden, einfach weil man so voller Motivation und Tatkraft ist. Neues Jahr, neues Glück – Neues Jahr, neues Ich – solche oder so ähnliche Sätze hört bzw. liest man dieserzeit sehr häufig.

Auch, wenn Vorsätze oft schon innerhalb kürzester Zeit verworfen werden – macht euch keine Sorgen, wenn ihr schon jetzt nicht mehr euer tägliches home work out durchzieht , das ist vollkommen üblich und gar nicht schlimm-, sind sie in meinen Augen doch enorm wichtig. Denn sie animieren einen alljährlich, das eigene Leben zu reflektieren. Für mich ist es immer eine Art innerliches aufräumen, sortieren, ausmisten.

Wer auf Instagram in letzter Zeit meine Stories verfolgt hat, dem wird aufgefallen sein, dass ich den zweiten Lockdown dafür nutze, unglaublich umfassend in meiner Wohnung auszusortieren. Dabei gehe ich ziemlich rigoros vor und es tut außerordentlich gut! Ich kann irgendwie immer noch nicht fassen, wie viel unnötiger Kram sich auf gerade einmal 50qm über die Jahre ansammeln kann. Demnächst starte ich mit dem Keller und glaubt mir, das ist der Endgegner.

Die Zukunft von literally Sabrina

Natürlich habe ich mir auch über den Blog jede Menge Gedanken gemacht und wie es mit ihm weitergehen soll. Ich hatte in 2020 immer mal wieder Phasen, in denen ich – zugegeben sehr kurzweilig – große Lust hatte, einen Beitrag zu verfassen und es dann doch nicht getan habe. Ich habe viel darüber nachgedacht, wieso das so ist und ich glaube, herausgefunden zu haben, woran es liegt. Ich glaube, ich möchte kein reiner Buchblog mehr sein.

Versteht mich nicht falsch, Literatur ist nach wie vor – auch, wenn ich nicht darüber schreibe oder es auf Instagram poste – ein wichtiger Teil meines Lebens, aber es nimmt nicht mehr den Großteil meiner Freizeit ein. Auch nicht im Coronajahr, in dem man absurd viel Zeit zum Lesen gehabt hätte. Vielmehr habe ich mich in den InstaStories – die im letzten Jahr nahezu mein einziges Medium waren, in dem ich mich in Social Media ausgetauscht habe – über Zimmerpflanzen unterhalten, mein Gartenjahr auf der Terrasse geteilt, euch auf die vielen vielen Ausflüge in die Natur mitgenommen und vieles mehr. All das hat mir – neben dem Lesen einer Handvoll wirklich guter Bücher – unglaublich Spaß gemacht.

Und da wurde mir klar: Der Fokus in meinem Leben hat sich verschoben. Ich habe neue Interessen entwickelt, über die ich mich austauschen, an denen ich euch teilhaben lassen möchte. Der Interaktion mit Menschen, die sich für die gleichen Dinge begeistern können, hat mir im Hinblick auf Bücher schon einen enorme Freude bereitet, wieso sollte es bei anderen Themen nicht gleich sein? Und genau deswegen bedeutet das, dass sich auf literallysabrina in nächster Zeit Einiges tun wird.

Also, was passiert hier jetzt?

Ebenso, wie ich das gerade in meiner Wohnug tue, werde ich auch hier in nächster Zeit einmal ordentlich aufräumen. Ich habe beschlossen, weder Twitter noch Facebook oder Pinterest weiter für den Blog zu nutzen. Einzig Instagram wird erhalten bleiben, einfach weil ich diese Plattform und den Austausch dort mit euch so lieb gewonnen habe. Auch auf dem Blog selbst werde ich tätig werden. Ich bin mir noch nicht sicher, ob es ein neues Theme geben wird – vermutlich aber erstmal nicht. Ich werde jedoch die Kategorien überarbeiten, werde die buchigen Rubriken bündeln und auch hier ordentlich aussortieren, damit ich Platz für Neues habe.

Momentan lese ich unwahrscheinlich gerne Sachbücher, meist mit Bezug zu naturwissenschaftlichen Themen. In der letzten Woche habe ich mir einen Schwung Klassiker aus der Bücherei ausgeliehen und im Zuge meiner Aufräumaktion habe ich den Büchern aus dem Bereich nature writing einen größeren Platz in meinem Bücherregal geschaffen. Außerdem habe ich kurz vor dem Jahreswechsel noch eine Handvoll neuer Thriller bestellt, nur um sicherzugehen, dass mir im Lockdown nicht der Lesestoff ausgeht. Wie ihr seht: Ich lese immer noch und mittlerweile wieder ziemlich viel.

Womit ich gerade die ersten Wochen des neuen Jahres verbracht habe, ist Filme zu schauen. Ich habe in den gerade einmal drei Wochen des Jahres ungefähr ein Dutzend Filme gesehen und für mich ist das unglaublich viel. Nebenbei habe ich noch die ein oder andere Serie gesehen und ich bin wirklich glücklich über meine Film- und Serienauswahl. Selten konnte ich derart viele gute Bewertungen in so kurzer Zeit abgeben. The Shape of Water, Bird Box und The Invisible Guest haben mir beispielsweise sehr gut gefallen. Ich könnte mir vorstellen, künftig auch (wieder) über Serien und Filme zu schreiben, möchte mich an dieser Stelle aber nicht festlegen.

Auch, wenn ich heute morgen meinen Kaffee vor traumhafter Schneekulisse genossen habe, hat uns die Sonne vor wenigen Tagen schon einmal einen Vorgeschmack auf den hoffentlich nicht mehr allzu fernen Frühling gegeben. Für mich bedeutet dies gleichzeitig der Start der Gartensaison. In jedem Jahr habe ich meine Terrasse in eine kleine grüne Oase verwandelt, habe Tomaten, Kräuter und bienenfreundliche Blumen angepflanzt. Aber wollte ich es auch in diesem Jahr? Zunächst war ich mir nicht sicher, aber soll ich euch etwas verraten? Gestern habe ich mir einen Outdoor-Teppich und Pflanzgefäße bestellt, ein Hochbeet ist auf dem Wunschzettel, im Browser sind Tabs mit Sämereien geöffnet. Ihr wisst, was das bedeutet? Es wird auch in diesem Jahr etwas auf meiner Terrasse passieren und ich freue mich, euch mitzunehmen.

Gleichzeitig hoffe ich, dass mit der wärmeren Jahreszeit auch Lockerungen im Hinblick auf den Lockdown möglich sein werden und sich die ganze Lage bald entspannen wird. Ich freue mich schon sehr darauf, wenn wieder Kinos, Theater, Museen und alle sonstigen (kulturellen) Institutionen öffnen können und man endlich mehr tun kann als den 384. Spaziergang. Ich liebe die Natur und genieße lange Spaziergänge durch Wälder und Wiesen immer sehr, keine Frage, aber wenn es gefühlt die einzige Freizeitbeschäftigung ist, der man seit einem Jahr nachgehen kann, verliert es ziemlich schnell seinen Reiz.

Das Wichtigste ist eigentlich: literally Sabrina ist wieder da! 

Ich habe noch viel mehr Ideen in meinem Kopf, was hier auf literallysabrina alles so passieren könnte. Aber ich darf nicht vergessen, dass ich mich gerade inmitten meiner Masterthesis befinde und daneben noch Teilzeit (in der vorlesungsfreien Zeit Vollzeit) arbeite und beides enorm große Zeitfresser sind. Aber das ist in Ordnung. War die Masterthesis mir bisher immer wie ein großer Klotz am Bein vorgekommen, freue ich mich inzwischen schon sehr darauf, sie bald (also 2021) abzuschließen und das Kapitel Student damit endlich hinter mir zu lassen.

Die wichtigste Botschaft ist aber eigentlich: Ich bin wieder da. Ich kann noch nicht sagen, wie häufig ich etwas posten werde, aber ich bin wieder da. Wie ihr gesehen habt, wird es weiterhin jede Menge Beiträge über Bücher geben – gerade jetzt, wo ich wieder so viel Freude am Lesen habe -, aber eben noch viel mehr.

Ich freue mich, wenn ihr dabei seid! Bleibt gesund & schon bis ganz bald!