Unfassbar, wie schnell die Zeit vergeht. Es ist schon wieder der 20. des Monats und Herzensbücher geht bereits in die dritte Runde. Nachdem Janika und ich dieses Format im März ins Leben gerufen haben, habe ich euch bereits Everything, Everything von Nicola Yoon und Radio Silence von Alice Oseman vorgestellt. Auch heute stelle ich euch wieder ein Buch vor, was bei mir einen Ehrenplatz im Regal erhalten hat.

Denn genau das ist der Sinn dieses Formats. Wir – und das sind nicht nur Janika und ich, sondern auch ihr – gestalten das Format gemeinsam, denn ihr könnt es aktiv mitgestalten und bevor ich euch meinen Liebling in diesem Monat vorstelle, möchte ich noch einige wenige Worte darüber verlieren, wie ihr teilnehmen und eure Herzensbücher präsentieren könnt.

Herzensbücher im Überblick
  • Wir stellen unsere Herzensbücher zum 20. eines jeden Monats vor. Egal ob auf dem eigenen Blog, auf Instagram oder Twitter. In den sozialen Netzwerken benutzt den Hashtag #Herzensbücher.
  • Schreibe frei darüber, wieso dieses Buch ein Herzensbuch ist.
  • Der Beitrag soll maximal 500 Wörter umfassen. Dieses Format soll kurz und knackig sein.
  • Verlinkt Janika und mich in euren Beiträgen und erklärt das Format kurz.
  • Habt Spaß und verteilt die Liebe der Herzensbücher in der Welt!

J. K. Rowling – Harry Potter und der Stein der Weisen

Ich habe für diesen Monat den ersten Band von Harry Potter ausgewählt, denn dieser ist nicht nur der Auftakt einer wundervollen Reihe, sondern bedeutet für mich so viel mehr. In meiner Jugend ist der Hype um Harry Potter vollkommen an mir vorbeigezogen. Nicht, dass ich es nicht mitbekommen hätte, das nicht, immerhin hatte gefühlt jeder meiner Klassenkameraden die Nase in diesem Buch. Aber es interessierte mich, aus mir heute unerklärlichen Gründen, einfach nicht.

So las ich Harry Potter und der Stein der Weisen vor anderthalb Jahren zum ersten Mal. Ja, wirklich. Auch, wenn ich in der siebten Klasse den ersten Film im Englischunterricht gesehen habe, wurde mein Interesse, die Bücher zu lesen, erst im Erwachsenenalter geweckt. Mein Freund brachte vor vielen, vielen Jahren die Bücher mit in unsere Beziehung und damit in unser Bücherregal. Da standen sie lange Zeit, von mir ungeachtet. Bis ich eines Tages verkündete: „Ich glaube, ich werde Harry Potter lesen.“

Der Zauber des ersten Buches

Natürlich wollte ich zunächst einmal hineinschnuppern und herausfinden, ob Harry Potter meinen Geschmack trifft. Im Nachhinein frage ich mich, wie ich je daran zweifeln konnte. Nach der Lektüre des ersten Bandes, folgte der nächste und abermals der nächste Band. Ich hatte wirklich Gefallen daran gefunden. Vergangenen Monat habe ich die Reihe mit dem siebten Band beendet.

Was soll ich sagen? Wenn man einmal in das Potter-Universum abgetaucht ist, kommt man da so schnell nicht wieder raus. Auch, wenn ich von vielen gehört habe, dass sie gerade das Ende der Reihe favorisieren, ist mein Lieblingsband der erste. Harry Potter und der Stein der Weisen. Wieso?

Ich vermute, das liegt daran, dass man im ersten Band noch genauso unwissend ist wie Potter selbst. Auch er lebt noch in völliger Unkenntnis darüber, wie groß, mächtig und vor allem wundervoll die Welt der Zauberei ist. Er hat noch nie von Hogwarts gehört, geschweige denn war er dort. Man wird gemeinsam mit Potter in die Gepflogenheiten und in eine vollkommen neue Welt eingeführt und das auf eine so wundersame Art und Weise, dass man am liebsten nie wieder gehen möchte.

Harry Potter hat mir viele wunderschöne Lesestunden beschert und mich über einen langen Zeitraum aktiv begleitet, es war mein bisher längstes Buchprojekt. Als ich die letztet Seite des siebten Bandes las und das Buch schließlich zuklappte, wollte ich direkt den ersten Band aus dem Regal holen und wieder von vorne beginnen. Man hat Potter und seine Freunde über einen so langen Zeitraum begleitet, man ist selbst irgendwie Teil dieser Welt geworden und nun ist alles vorbei?

Für mich fühlt sich das jedes Mal wie ein Abschied an und macht mich ein wenig wehmütig. Aber die zahlreichen Zusatzbände versprechen mir, dass ich mich so schnell noch nicht aus Hogwarts verabschieden muss. Auch, wenn es keine neuen Abenteuer mehr geben wird, auch, wenn die Geschichte erzählt ist, bin ich mir sicher, gibt es für mich noch viel zu entdecken. Und wer weiß – vielleicht kommt mein Brief aus Hogwarts ja noch. Ich habe am 1. September auf jeden Fall noch nichts vor.